Das RAG hat den Auftrag, die an deutschen und auswärtigen Universitäten zwischen 1250 und 1550 graduierten Gelehrten, Theologen, Juristen, Mediziner und Artisten-Magister, mit ihren biographischen und sozialen Daten zu erfassen und eine prosopographisch orientierte Datenbank für das gesamte Gebiet des Alten Reiches zu erstellen. Ungraduierte adlige Universitätsbesucher werden ebenfalls berücksichtigt. Das RAG, das am Ende ein „Who’s Who“ der Gelehrten des Alten Reiches darstellen wird, bietet mit seiner Datenbasis vielfältige neue, auch interdisziplinäre Perspektiven. Qualitative und quantitative Aussagen über die geistige Elite des Reiches insgesamt, über ihre europäische Vernetzung sowie über institutionelle und territoriale Vergleiche werden möglich. Ziel ist es, das Wirken der Gelehrten in der vormodernen Gesellschaft auf empirisch gesicherter Grundlage zu beschreiben und im Rahmen moderner, vor allem sozial-, kultur- und wissenschaftshistorisch vernetzter Bildungsforschung zu erklären. Erwartet werden etwa 45’000 bis 50’000 Gelehrte.