CfP Tagung Öffentliche Verwaltung im Wandel. Verwaltungsreformen in der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert, 16.09.2011, Schweizerisches Bundesarchiv, Bern

30.04.2011 Add to calendar

CfP Tagung Öffentliche Verwaltung im Wandel. Verwaltungsreformen in der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert, 16.09.2011, Schweizerisches Bundesarchiv, Bern

Verwaltungsgeschichte ist ein Stiefkind der schweizerischen Historiographie. Dies ist umso erstaunlicher, als nicht nur Fachhistoriker/innen, sondern auch Politik- und Sozialwissenschaftler/innen und Juristin/innen regelmässig mit verwaltungsgeschichtlichen Fragestellungen und Problemen konfrontiert sind. Seit einiger Zeit sind deshalb auch in der Schweiz Bemühungen feststellbar, die Beschäftigung mit der Geschichte der öffentlichen Verwaltung auf allen Ebenen zu intensivieren und entsprechende Forschungsanstrengungen zu bündeln. Interdisziplinarität gilt dabei als eine wichtige Voraussetzung.

Ziel der vom Schweizerischen Bundesarchiv und vom Kompetenzzentrum für Public Management der Universität Bern gemeinsam organisierten Tagung ist es, laufende Projekte im Bereich Verwaltungsgeschichte zu vernetzen sowie Impulse für neue Vorhaben und den fächerübergreifenden Austausch zu geben.

Ein Ausgangspunkt des neu erwachten Interesses an Verwaltungsgeschichte bildet die Erkenntnis, dass die moderne Verwaltung – vielleicht ihrem Image zum Trotz – keineswegs ein statisches Gebilde, sondern in ständiger Bewegung ist. In jüngster Zeit haben vor allem die Einführung von New Public Management, die Entwicklung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien, aber auch Sparrunden der öffentlichen Haushalte zu tief greifenden Reformen im Verwaltungsbereich geführt – auf Bundes- ebenso wie auf kantonaler oder kommunaler Ebene. Verwaltungsreformen sind aber keineswegs nur ein Phänomen der Gegenwart. Die öffentliche Verwaltung war immer schon umkämpfter Gegenstand politischer Reformvorhaben. Auch in der Vergangenheit war sie gezwungen, sich laufend an eine dynamische Umwelt anzupassen. Denn nur so konnte sie ihre eigene Kompetenz und Legitimität behaupten. Im Zentrum der Tagung steht deshalb der gesteuerte Wandel von Verwaltungsstrukturen und Verwaltungshandeln der letzten 200 Jahre.

Der Fokus der Tagung ist, was theoretische und methodische Ansätze anbelangt, bewusst offen gehalten. Willkommen sind Beiträge aus allen Disziplinen, die sich in einer historischen Perspektive mit der öffentlichen Verwaltung beschäftigen. Erwünscht sind insbesondere Beiträge zu den ideengeschichtlichen, normativen, institutionellen, personellen und technologischen Voraussetzungen für Verwaltungsreformen, zur Zielsetzung, Planung und Implementierung einzelner Reformvorhaben, zu den dabei involvierten Akteur/innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie zu den Auswirkungen von Veränderungen im Verwaltungssektor auf die übrigen Gesellschaftsbereiche. Längsstudien sind ebenso erwünscht wie Fallstudien. Die Beiträge sollen einen Bezug zur Schweiz aufweisen und können in einer Landessprache oder Englisch präsentiert werden. Ausdrücklich erwünscht sind auch Beiträge aus laufenden Qualifikationsarbeiten.

Vorschläge für einen Beitrag von 20-30 Minuten sind in Form eines Abstracts (300 Wörter) bis am 30. April 2011 per E-Mail an einen der beiden Veranstalter zu richten: Dr. Urs Germann, Schweizerisches Bundesarchiv, (urs.germann@bar.admin.ch), Prof. Dr. Fritz Sager, Kompetenzzentrum für Public Management, Universität Bern, (fritz.sager@kpm.unibe.ch).

Veranstalter: 
Schweizerisches Bundesarchiv, Dr. Urs Germann; Kompetenzzentrum für Public Mangement, Universität Bern, Prof. Dr. Fritz Sager
Kontakt
Veranstaltungsort
Schweizerisches Bundesarchiv
Archivstrasse 24
3003
Bern
Bern
Zusätzliche Informationen
Anhang: 
Kosten
Kosten Veranstaltung: 
0.00 
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